Wo stehe ich gerade?

Bevor die 1000 Tage offiziell starten, will ich ehrlich zu mir selbst sein und einen Ist-Zustand ziehen, über die Bereiche, die mir wichtig sind. Kein Schönreden, sondern einfach: wo stehe ich gerade wirklich.

Gesundheit

Ende Mai, kurz nach meinem Geburtstag, wurde mir klar: An meiner Gesundheit und Fitness muss sich etwas ändern. Als Vorbereitung auf einen 5-km-Firmenlauf bin ich Anfang Juni joggen gegangen, und musste feststellen, dass ich nicht mal 1 km am Stück schaffe, ohne komplett aus der Puste zu sein. Mit 27 fand ich das ehrlich gesagt nicht gut. Der Blick auf die Waage hat die Stimmung auch nicht gerade gehoben: 88 kg (Ende 2025 über 90kg). Dazu kam, dass im September ein Tennisturnier ansteht, zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nie in meinem Leben Tennis gespielt.

Also musste sich etwas tun. Im Juni habe ich mit regelmäßigem Joggen angefangen, mein Bruder unterstützt mich dabei. Im Juli bin ich das erste Mal in diesem Jahr wieder ins Fitnessstudio gegangen, dabei gibt mir ein guter Freund Tipps. Mit Tennis habe ich ebenfalls angefangen, das bringt mir ein Freund bei. Dazu gehe ich ab und zu noch Bouldern und habe mich mit Calisthenics beschäftigt. Nebenbei spende ich regelmäßig Blutplasma. Mein aktuelles Gewicht, Stand 24. Juli, sind 83,9 kg. Was ich dabei am meisten bemerkt habe: Consistency ist der Schlüssel, und genau die muss ich über die 1000 Tage aufrechterhalten, nicht nur für ein paar Wochen durchziehen. Mehr dazu sicher in einem eigenen Beitrag.

Finanzen

Bei Finanzen denke ich aktuell eher kurzfristig. Ich spare zwar schon, aber nicht genug, und genau das will ich in den 1000 Tagen ändern. Es geht mir dabei nicht um schnelle Gewinne oder große Sprünge, sondern darum, endlich langfristiger zu denken: einen ordentlichen Notgroschen aufbauen und generell die Dinge angehen, die man so mit Ende 20 bis 30 eigentlich geregelt haben sollte oder könnte. Auch hier gilt vermutlich das Gleiche wie bei der Fitness: nicht der große Wurf zählt, sondern dass ich drangeblieben bin.

Mindset

Beim Mindset würde ich sagen: Ich bin eigentlich eher der Typ, der Dinge gerne plant, bevor er loslegt, aber ich probiere auch gerne aus, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Bei dieser Challenge ist genau das mein Ziel: die Balance aus beidem zu finden. Nicht nur Pläne schmieden, sondern sie auch wirklich durchziehen. Consistency ist für mich das große Stichwort, nicht nur bei der Fitness, sondern über alle Bereiche hinweg. Ich will in den 1000 Tagen lernen, dranzubleiben, auch wenn die Motivation vom ersten Tag längst nicht mehr da ist. Dazu habe ich auch einige Bücher gekauft.

Karriere

Beruflich bin ich UX Designer, und das mit Überzeugung. Design ist für mich nicht einfach nur Job, sondern etwas, das ich wirklich gerne mache: Probleme lösen, Dinge klarer und nutzbarer machen, an Systemen tüfteln, die im Alltag funktionieren müssen. Diesen Teil meines Lebens würde ich nicht als "muss noch besser werden" einordnen wie Gesundheit oder Finanzen, eher als festen Ankerpunkt, auf dem ich aufbauen will.

Daneben gibt es noch einen weiteren Nebenschauplatz, der in den 1000 Tagen mitläuft: Im September 2025 habe ich nach etwas gesucht, das mich nicht den ganzen Tag vor den PC bindet und mich auch mal unter Leute bringt. Ich habe als Kind immer Pokémon geliebt und Karten gesammelt, also bin ich wieder eingestiegen. Daraus ist mittlerweile mein Pokémon-Account geworden: aus reiner Leidenschaft entstanden, aber inzwischen auch ein kleines Content-Projekt für sich. Das macht mir richtig viel Spaß, und genau deshalb will ich es auch bewusst weiterführen.

Vier Bereiche, ein roter Faden: Consistency. Mal sehen, wie sich das in 1000 Tagen liest.
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